Über die Wertheim Village Honigbienen

Im Sommer ist die malerisch grüne Wiese des Wertheim Village das Zuhause zahlreicher Honigbienen. Die ganze Geschichte über das summende Bienenvolk erfahren Sie hier...

Inmitten der angrenzenden Wiese des malerisch gelegenen Wertheim Village, umgeben von zahlreichen heranwachsenden Lindenbäumen und leuchtend gelben Rapsblüten stehen sie, die kleinen Beuten – das Zuhause eines summenden Bienenvolkes mit jeweils ca. 50.000-60.000 fleißigen Bienen, die über den Sommer ihre süßen Honigvorräte anlegen.

Der lokale Imker Johannes Schneider aus dem 15 km entfernten Hochhausen siedelt jedes Jahr etwa 10-20 seiner Bienenvölker auf das Wiesenareal des Wertheim Village an, um fruchtigen Lindenblütenhonig zu ernten. Der Imker selbst betreibt eine Wanderimkerei, was bedeutet, dass er Teile seiner Bienenvölker in Gelände siedelt, die ihm ganz besondere Honigsorten bescheren. Das grüne Gelände des Wertheim Village ist durch die vielen Lindenbäume speziell für die Ernte des Lindenblütenhonig ein ganz wertvolles Gebiet für den Imker.

All seine erlesenen Sorten vertreibt er, neben weiteren hausgemachten Spezialitäten seiner Bienen wie Bienenwachskerzen oder Likör, in seinem heimischen, typisch fränkischen Hofladen in Hochhausen.

Wir möchten mehr über die Honigbienen erfahren, die neben dem Wertheim Village ihrer täglichen Arbeit nachgehen und haben Herrn Schneider ein paar Fragen zu seinem Bienenvolk gestellt.

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Erzählen Sie uns über die Bienenarten, die in einem Bienenvolk leben.

Im Bienenvolk gibt es eine Königin. Sie ist das einzige Weibchen , das Eier legen kann und so den Bestand des Volkes sichert. Die Königin kann am Tag bis zu 2.000 Eier legen. Das ist auch ihre einzige Aufgabe.

Daneben gibt es noch die Arbeiterinnen, sie machen die Masse der Bienen in einem Bienenvolk aus. Arbeiterinnen sind sterile Weibchen und können keine Eier legen. Sie übernehmen alle Arbeiten, die im Stock anfallen.

Dann gibt es noch die Drohnen. Das sind die männlichen Bienen, die nur eine Bestimmung haben, nämlich junge Königinnen auf ihrem Hochzeitsflug zu begatten. Danach sterben sie.

Die Königin ist wesentlich größer als eine Arbeiterin und schlanker als die Drohnen. Der Imker markiert die Bienenkönigin mit einem Farbtupfer auf der Oberseite ihres Brustpanzers. Damit kann er sie bei den vielen Bienen schneller erkennen und weiß anhand der unterschiedlichen Farben, in welchem Jahr die Königin geboren wurde.

Der Imker markiert die Bienenkönigin zur Wiedererkennung mit einem Farbtupfer auf der Oberseite ihres Brustpanzers.

Johannes Schneider

Imker

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Wie ernten Sie den Honig?

Die meisten Imker arbeiten mit Magazinbeuten. Das sind Kisten, in die Waben eingehängt werden. Die untere Kiste, wir nennen sie Brutraum, enthält die Königin und die Brut. Darauf werden dann die Honigräume gesetzt. Das sind ebenfalls Kisten mit Waben, in welchen die Bienen den Honig einlagern. Der Imker kann die Kisten mit den Honigwaben relativ einfach entnehmen und mit nachhause in den Schleuderraum nehmen. Dort werden die Waben mit dem Honig entdeckelt. Das bedeutet, dass die Wachsschicht, die den Honig mit der Wabe verschließt, entfernt wird. Dann kommt die offene Wabe in eine Schleuder, woraufhin der Honig durch einen Sieb in einen Eimer läuft. Von dort wird der Honig dann in Gläser abgefüllt.

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Welche Sorten von Honig können geerntet werden?

Theoretisch kann von jeder Pflanze, die Nektar produziert und die von Honigbienen angeflogen werden kann, ein Sortenhonig entstehen. Wir haben derzeit Blütenhonig und Sommertrachthonig von unseren Städten im Lieblichen Taubertal in unserem Angebot sowie einige weitere Sorten von zahlreichen Standorten.

Den Lindenhonig ernten wir in Wertheim Village.

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Was bewegte Sie dazu, Imker zu werden?

Zunächst begann ich als Hobby-Imker, angeregt durch ein Lehrbienenstand eines Imkervereins. Ein paar Monate später hatte ich mein erstes Bienenvolk.

Staatenbildende Insekten haben mich schon als Kind fasziniert. Woher wissen die einzelnen Tiere, was sie zu tun haben, damit der gesamte „Organismus“ funktioniert? Man lernt immer etwas dazu. Und schnell stellt man als Imker fest, dass man selbst nach 20 Jahren Erfahrung noch nicht alles über diese fantastischen Tiere weiß.

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Was sind die Herausforderungen als Imker?

Genau wie jeder Landwirt, der mit Tieren arbeitet, kennen auch Bienen kein Wochenende, keine Feiertage oder Ferien. Die Natur, insbesondere der Klimawandel, ist ebenfalls eine große Herausforderung – manchmal gibt es einfach nicht die Ernte, die man sich erhofft.

Andererseits… wenn ich am frühen Morgen den Honig ernte und dabei die grüne Zauneidechse beobachten kann, die sich in der Morgensonne vor einem Bienenvolk aufwärmt, begleitet vom erwachenden Vogelgezwitscher, das entschädigt für die Anstrengungen.

Besuchen Sie den Imkerhof Hochhausen bei Tauberbischofsheim, nur 15 km von Wertheim Village entfernt.